Mit den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM) der Altersklassen 14, 16 und 18 ging die DGV-Turniersaison 2025 zu Ende. An sechs Austragungsorten in ganz Deutschland spielten die besten Nachwuchsteams um die Titel. Für die bayerischen Mannschaften gab es dabei mehrere Podestplätze und starke Auftritte.
In allen Altersklassen waren die Spielerinnen des GC St. Leon-Rot das Maß der Dinge. Doch auch die bayerischen Teams überzeugten. Besonders in der Altersklasse 18 im GLC Holledau gelang dem Münchener GC der Sprung aufs Podium: Platz zwei hinter St. Leon-Rot und vor dem G&LC Berlin-Wannsee. Ebenfalls im Feld vertreten waren der Golfclub Augsburg und der 1. GC Fürth, die mit beherztem Spiel wichtige nationale Erfahrung sammelten.
In der AK 14 waren die bayerischen Farben durch den GC München Eichenried und den Münchener GC vertreten, in der AK 16 durch den GC Augsburg und den GC Wörthsee. Zwar reichte es hier nicht für Podestplätze, die Präsenz gleich mehrerer Teams aus Bayern unterstreicht aber die Breite in der Nachwuchsarbeit.
Bei den Jungen sorgte der Münchener GC für die größten bayerischen Erfolge.
Es war ein Nervenspiel bis zum Schluss: Die Jungen des Münchener GC setzten sich im GC Schloss Westerholt hauchdünn vor St. Leon-Rot und dem G&LC Berlin-Wannsee durch. „Das war extrem eng bis zum letzten Spieler“, resümierte Coach Stefan Still erleichtert nach der Siegerehrung. Nach den Vierern war noch alles offen, auf den Front Nine der Einzel lag St. Leon-Rot meist vorn. Erst auf der Zielgeraden drehten die Münchner mit den entscheidenden Birdies das Match zu ihren Gunsten.
Am Ende stand ein Gesamtscore von -5 und eine geschlossene Teamleistung: Julius Melzer glänzte mit einer 69 (-3), unterstützt von Ben Nedlitz (70), Emil Mayer (71), Timo Isler (71) und Toni Baumgärtner (72). Selbst die 72 von Frederik Ritter fiel als Streicher aus der Wertung – ein Zeichen der Tiefe im Kader. „Keine Über-Par-Runde heute, even Par als Streicher, das war eine perfekte Team-Leistung“, lobte Still.
Spektakulär lief es auch für die Münchner in der AK 16 im GC Hohenpähl. Das Team gewann Silber hinter dem Hamburger GC, und einmal mehr stand Bjarne Murr im Mittelpunkt: Mit einer 63 Schlägen (-8) pulverisierte er den Platzrekord. Drei Birdies zum Start, nur ein einziges Bogey und fünf weitere Schlaggewinne brachten ihm nicht nur eine historische Runde, sondern machten ihn auch zum Garanten für den Vizetitel. Für Murr war es bereits die zweite Silbermedaille innerhalb von zwei Wochen nach Platz zwei bei der Deutschen Meisterschaft AK 16.
Das Münchner Gesamtergebnis lag bei +13, zwei Schläge besser als der GC St. Leon-Rot auf Rang drei.
In der AK 18 war Bayern gleich drei Mal vertreten: Der Münchener GC, der GC München Eichenried und der GC Am Reichswald gingen in Dresden an den Start. Zwar reichte es nicht für Podestplätze, doch beide Mannschaften präsentierten sich konkurrenzfähig und sammelten wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau.