Die Deutschen Meisterschaften der Altersklasse 18 im Club zur Vahr (Bremen) boten Golf auf höchstem Niveau – und aus bayerischer Sicht reichlich Grund zur Freude. Leopold Heß vom Golf- und Landclub Holledau spielte sich in einem hochspannenden Finale bis auf zwei Schläge an den Titel heran und gewann die Silbermedaille.
Heß war mit vier Zählern Rückstand auf den späteren Sieger Tim Brohl (GC Rhein-Sieg) in die Schlussrunde gestartet. Auf den ersten neun Bahnen drehte der Holledauer richtig auf: fehlerfrei und mit drei Birdies brachte er sich zwischenzeitlich sogar in Führung. Erst auf der Back Nine bremste ihn eine Serie von drei Bogeys in Folge aus. Trotz des Rückschlags blieb Heß im Rennen und sicherte sich mit Runden von 73, 73 und 74 Schlägen am Ende souverän Platz zwei (-2, 220 Schläge).
Auch die weiteren bayerischen Starter setzten Akzente. Anton L’Estocq (GC Feldafing) landete mit +2 auf Rang fünf, dicht gefolgt von Maximilian Franck (GC Bayreuth), der sich mit einer starken 72er-Schlussrunde noch auf den geteilten sechsten Platz (+3) schob. Leo Böhm, Moritz Ampenberger (beide GC Olching) und Leopold Müller-Trunk vom GC Am Reichswald beendeten das Turnier in den Top 15. Leon Heeder (Münchener GC) komplettierte das starke bayerische Bild mit Platz 22.
Bei den Mädchen war der Titel zwar außer Reichweite, doch auch hier zeigten die Spielerinnen aus dem Freistaat stabile Leistungen. Romy Wagner (GC Augsburg) erreichte als beste Bayerin mit +13 Platz zehn. Nur einen Schlag dahinter folgten Nathalie Hartman (GC Fürth) und Anna Weicker (GC Augsburg) auf Rang zwölf. Ebenfalls in die Top 20 spielte sich Anna Sailer (GC Augsburg) auf Platz 17.
Mit Noelia Schlemmer-Taberner und Elisabeth Giehl (beide Münchener GC), Laura Schedel (GC Schloss Guttenburg) und Maximiliane Finger (GC Fürth) sammelten weitere bayerische Spielerinnen wertvolle Meisterschaftserfahrung.
Eine Silbermedaille, mehrere Top-Ten-Resultate und eine breite Präsenz im Feld – die Bilanz der bayerischen Talente bei der DM AK 18 zeigt eindrucksvoll, dass der Nachwuchs aus dem Freistaat im nationalen Vergleich ganz vorne mitspielt.