13 Teams, zwei Schwesternpaare an der Spitze und jede Menge gemeinsamer Golfmomente: Beim Girls Go Golf Scramble am 19. September im GC Starnberg zeigten Bayerns junge Golferinnen, wie viel Spaß dieser Sport im Team machen kann. Die Ergebnisse konnten sich dabei genauso sehen lassen wie das Miteinander auf und neben dem Platz.
Welchen Ball nehmen wir? Wer setzt beim nächsten Schlag aus? Und wie spielen wir das Loch am besten weiter? Fragen, die beim Girls Go Golf Scramble nicht alleine beantwortet werden müssen. Hier entscheiden drei Spielerinnen gemeinsam – und teilen sich am Ende auch den Score.
Am 19. September trafen sich 13 Teams aus ganz Bayern im GC Starnberg zum Girls Go Golf Scramble des Bayerischen Golfverbands. 18 Löcher im Florida-Scramble-Format standen auf dem Programm. Eine Spielform, bei der nicht nur gutes Golf gefragt ist, sondern auch Teamwork und die richtige Strategie.
Beim Florida Scramble schlagen zunächst alle drei Spielerinnen ab. Anschließend entscheidet das Team, mit welchem Ball es weitergeht. Die Spielerin, deren Ball ausgewählt wurde, pausiert beim nächsten Schlag.
Das sorgt für Abwechslung und macht jede Spielerin wichtig. Ein guter Drive hilft wenig, wenn danach niemand das Grün trifft. Und manchmal ist der sicher gespielte Ball eben die bessere Wahl als der längste Abschlag.
Genau diese Mischung passt zum Gedanken hinter Girls Go Golf. Mädchen zusammenbringen, ihnen Raum geben, sich auszuprobieren und gemeinsam Erfahrungen auf dem Golfplatz zu sammeln. Ohne dass bei jeder Runde ausschließlich der eigene Score im Vordergrund stehen muss.
Dass dabei auch sportlich einiges geboten war, zeigte ein Blick auf die Ergebnisliste. Lucia und Larissa Fohrmann nutzten gemeinsam mit Anna-Lena Daines ihren Heimvorteil im GC Starnberg und spielten eine starke 69er-Runde. Damit sicherte sich das Trio den Bruttosieg.
Auch das zweitbeste Bruttoergebnis hatte eine familiäre Note: Emilia und Letizia Holl vom GC Würzburg kamen gemeinsam mit Johanna Baumann auf 73 Schläge.
Zwei Schwesternpaare in den beiden besten Bruttoteams – eine schöne Geschichte für einen Turniertag, bei dem es vor allem um das gemeinsame Golfspiel ging.
In der Nettowertung hatten drei Ingolstädterinnen die Nase vorn. Elin Geiger, Victoria Leidl und Linda Müller brachten 59 Nettoschläge ins Clubhaus und sicherten sich damit den Sieg.
Dahinter folgten Mia Perschke, Antonia Saller und Carina Rieger vom GC Garmisch-Partenkirchen mit 66 Nettoschlägen. Den dritten Platz belegte das Starnberger Siegertrio um die Fohrmann-Schwestern und Anna-Lena Daines mit 67 Nettoschlägen.
Mit dem letzten Putt war der Golftag allerdings noch nicht vorbei. Der Bayerische Golfverband lud alle Teilnehmerinnen zum gemeinsamen Essen ein. Zeit, um noch einmal über die Runde zu sprechen, sich mit den anderen Teams auszutauschen und den Tag abseits des Golfplatzes ausklingen zu lassen. Denn genau solche Begegnungen gehören zu Girls Go Golf dazu.
Das Programm des Bayerischen Golfverbands möchte Mädchen nicht nur sportlich fördern, sondern ihnen auch Möglichkeiten bieten, andere Golferinnen kennenzulernen, sich gegenseitig zu unterstützen und über den eigenen Golfclub hinaus Kontakte zu knüpfen.
Der Scramble in Starnberg war dafür eine schöne Gelegenheit: gemeinsam auf die Runde gehen, Entscheidungen treffen, gute Schläge feiern und auch mal gemeinsam über einen misslungenen Versuch lachen.
Und vielleicht verabredet man sich danach ja schon für die nächste Runde.
Denn so schön ein guter Score auch ist: Noch besser wird Golf, wenn man die Runde mit den richtigen Menschen teilt.