Der Münchener Golf-Club hat bei den Bayerischen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften vier von sechs Titeln gewonnen und mit allen sechs Mannschaften das Podium erreicht. Augsburg und Reichswald holten die übrigen Meisterschaften. Bei den ältesten Jungen fiel die Entscheidung um den letzten Startplatz für die Deutsche Meisterschaft erst in den Vierern.
Zwei Tage, drei Austragungsorte, sechs Altersklassen und am Ende ein Verein, der überall vorne mitspielt. Der Münchener GC hat die Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend am 8. und 9. September klar geprägt. Viermal Gold, zweimal Silber, bei den Jungen alle drei Titel. Ein Ergebnis, das es in dieser Form nur selten gibt.
Gespielt wurde in Augsburg, Rothenburg-Schönbronn und Würzburg, jeweils über zwei Tage: am Dienstag die Einzel, am Mittwoch die Vierer. Für die Vereine ging es dabei um mehr als die bayerischen Titel. Die ersten drei jeder Altersklasse haben sich für die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 10. und 11. Oktober qualifiziert. Und genau um diesen dritten Platz wurde in Würzburg bis zum Schluss gekämpft.
In Würzburg war der Titel früh vergeben. Der Münchener GC beendete die Meisterschaft mit drei Schlägen unter Par – als einzige Mannschaft aller sechs Konkurrenzen. Den Grundstein legte Toni Baumgärtner am ersten Tag mit einer Runde von vier unter Par, der besten Einzelrunde des gesamten Wochenendes. Oliver Aspinall (-2), Timo Issler (-1) und Luis Brinkmann (Par) ergänzten ein gewertetes Einzelergebnis von fünf unter Par. Am zweiten Tag spielten Issler und Brinkmann im Vierer erneut Par. Der GC München-Riedhof wurde mit 16 Schlägen Rückstand Zweiter, angeführt von einem Vierer unter Par durch Marcus Kronast und Sascha Protsenko.
Deutlich enger ging es um Bronze zu. Nach den Einzeln lag der GC Eschenried mit 22 über Par noch fünf Schläge vor dem Tegernseer GC Bad Wiessee. Christoph Schiegg (+2), Jan Berger (+3) und Alexander Grandl (+5) hatten solide vorgelegt. Doch am zweiten Tag drehte sich das Bild. Bad Wiessee spielte Vierer von +2, +6 und +18, Eschenried kam auf +8, +11 und +14. Weil bei beiden Teams alle drei Vierer in die Wertung eingingen, reichte das für einen Umschwung von sieben Schlägen.
Am Ende stand Bad Wiessee bei 53 über Par, Eschenried bei 55. Zwei Schläge entschieden über die Reise zur Deutschen Meisterschaft. Für Bad Wiessee geht die Saison weiter, für Eschenried ist sie vorbei.
Erwähnenswert am Rande: Rafael Schwarz vom gastgebenden GC Würzburg spielte mit drei unter Par die zweitbeste Einzelrunde der Meisterschaft. Seine Mannschaft belegte Platz sieben.
BILDER FOLGEN
In Rothenburg-Schönbronn gewann der Münchener GC die AK 16 mit 22 über Par vor dem GC München Aschheim (+46) und dem GC Starnberg (+95). Auffällig war die Art des Sieges: Alle sechs Münchner Einzel kamen in die Wertung, angeführt von Frederik Ritter (-1) und Julius Melzer (Par). Von den Vierern zählte nur die +2 von Emil Mayer und Samuel Herzig, die beiden anderen Ergebnisse (+9 und +13) konnten gestrichen werden. Für Aschheim setzte Fabian Buhl mit drei unter Par im Einzel die beste Runde dieser Konkurrenz.
In Augsburg holte der Münchener GC auch den Titel der AK 14. Victor Larens (+2) und Luis Maier (+3) führten die Einzel an, am zweiten Tag gingen alle drei Vierer mit +9, +10 und +11 in die Wertung. Das Gesamtergebnis von 54 über Par bedeutete 31 Schläge Vorsprung auf den GC München Eichenried. Bronze und damit das dritte DM-Ticket ging an den GC Wörthsee (+95). Der gastgebende GC Augsburg wurde mit +118 Vierter.
Bei den Mädchen blieb dem Münchener GC der komplette Durchmarsch verwehrt. In der AK 18 in Rothenburg-Schönbronn setzte sich der GC Augsburg mit sieben über Par durch, neun Schläge vor den Münchnerinnen.
Entscheidend waren Anna Weicker und Philippa El Husseini. Weicker spielte im Einzel zwei unter Par, El Husseini eine Parrunde. Am zweiten Tag gingen die beiden gemeinsam an den Start und brachten einen Vierer von eins unter Par ins Clubhaus – den einzigen unter Par in allen drei Mädchen-Konkurrenzen. Mit Emilia Engels (+4) und Chiara Lechner (+6) kamen alle vier Augsburger Einzel in die Wertung, der zweite Vierer (+8) konnte gestrichen werden. Der Münchener GC hatte mit Josefine Morsch und Patricia Steingrübner zwei Einzel mit +2 und zwei Vierer mit jeweils +3 vorzuweisen.
Auch hier fiel die Entscheidung um Platz drei in den Vierern. Der GC Wörthsee und der GC Starnberg lagen nach den Einzeln mit jeweils 19 über Par gleichauf – Lucia Fohrmann hatte für Starnberg eine Parrunde gespielt, das zweitbeste Einzel der Konkurrenz. Wörthsee spielte anschließend zwei Vierer mit jeweils +13. Starnberg kam auf +12 und +28. Mit 45 zu 59 Schlägen über Par sicherte sich Wörthsee Bronze und die DM-Qualifikation.
In der AK 16 in Augsburg ging der Titel an den GC am Reichswald. Cosima Feßmann, mit einem Handicap-Index von -4,7 die Spielerin mit dem niedrigsten Index im gesamten Teilnehmerfeld, spielte im Einzel eins unter Par. Elena Archontoglou (+4) und Carla Witzigmann (+10) ergänzten die gewerteten Einzel, die beiden Vierer kamen auf +6 und +8. Mit 27 über Par lag Reichswald 25 Schläge vor dem Münchener GC. Dritter und damit ebenfalls für die DM qualifiziert wurde der GC Wörthsee mit +139. In dieser Altersklasse waren drei Mannschaften am Start.
Bei den Mädchen der AK 14 standen sich nur zwei Teams gegenüber. Der Münchener GC gewann mit 37 über Par vor dem GC München Eichenried (+80). Lenia Fischer (+5), Clara Schlagböhmer (+8), Emilia Emmerich (+9) und Filippa Waeber (+10) brachten alle vier Einzel in die Wertung, Schlagböhmer und Waeber steuerten im Vierer eine +5 bei. Beide Mannschaften fahren im Oktober zur Deutschen Meisterschaft.
Insgesamt haben sich 17 bayerische Mannschaften für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften am 10. und 11. Oktober qualifiziert. Der Münchener GC ist in allen sechs Altersklassen vertreten, der GC Wörthsee mit drei Teams, der GC München Eichenried mit zwei. Dazu kommen Augsburg, Reichswald, München Aschheim, Starnberg, München-Riedhof und Bad Wiessee mit jeweils einer Mannschaft.
Für den Münchener GC bleibt eine Bilanz, die in Bayern kaum zu überbieten ist: vier Titel, sechs Medaillen, keine Mannschaft schlechter als Platz zwei. Im Oktober misst sich der Club dann mit der nationalen Konkurrenz. Und Bad Wiessees AK-18-Jungen wissen schon jetzt, wie viel zwei Schläge wert sein können.