Im Rahmen der Auszeichnung „Blühender Golfplatz“ haben mehrere bayerische Clubs gezeigt, wie konkret Artenschutz auf der Anlage aussehen kann. Der „Blühpakt Bayern“, Teil der Initiative des Umweltministeriums, wird in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) umgesetzt. Die Experten begleiten die Clubs vor Ort, entwickeln Maßnahmen und beraten bei der Pflege naturnaher Flächen.
Am Golfclub Schwanhof wurden etwa Uferzonen erweitert, Gewässer für Amphibien vernetzt und Weideflächen für Schafe und Ziegen eingerichtet. In Würzburg arbeitet der Club mit einem detaillierten Flächenmanagementplan, der die Biodiversität langfristig sichern soll. Auch der Golf- und Landclub Oberpfälzer Wald setzt auf digitale Lösungen: Ein eigenes Geoinformationssystem erfasst Bäume, Bienenkästen und Biotopflächen und dokumentiert die Entwicklung der Naturbereiche fortlaufend.
Nach Einschätzung des Umweltministeriums ist die Kombination aus dem Engagement der Clubs und der fachlichen Begleitung durch den LBV entscheidend für den Erfolg des Projekts. So entstehen Flächen, „von denen Golfclub, Golfspieler und Natur gleichermaßen profitieren“.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Aufklärung. Das Ministerium betont die Bedeutung, Maßnahmen wie das Belassen von Überwinterungsstrukturen oder den bewussten Verzicht auf bestimmte Pflanzenarten zu erklären. „Verständnis entsteht durch Wissen“, heißt es aus dem Haus von Minister Glauber.
Um die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Biodiversität weiter zu fördern, starten der Bayerische Golfverband und das Umweltministerium den Wettbewerb „Blühende Golfplätze: Ein Hole in One in der Kommunikation“. Gesucht werden kreative Projekte, die zeigen, wie Artenschutz auf Golfplätzen sichtbar wird. Drei Anlagen werden im Herbst 2026 ausgezeichnet.
Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter: