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Gold und Bronze beim Jugendländerpokal: Bayerns Nachwuchs trotzt Wetterchaos und glänzt in Bad Saarow

Die Jungen des Bayerischen Golfverbands krönen sich beim Jugendländerpokal 2026 im GC Bad Saarow zum Sieger. Die Mädchen sichern sich Bronze. Extreme Bedingungen, historische Spielzeiten und dramatische Entscheidungen prägen ein Wochenende, an dem Bayern einmal mehr seine Stärke im Nachwuchsgolf unter Beweis stellt.

Der Jugendländerpokal 2026 in Bad Saarow wird in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der sportlichen Leistungen, sondern auch wegen außergewöhnlicher Bedingungen: Große Hitze, tägliche Gewitterunterbrechungen und lange Wartezeiten machten das Turnier auf dem Palmer Course und Faldo Course am Scharmützelsee zu einer echten Belastungsprobe.

Noch nie wurde beim Jugendländerpokal länger gespielt. Bereits die Zählspielqualifikation am Freitag entwickelte sich nach einer mehrstündigen Gewitterunterbrechung zu einem echten Marathon. Der letzte Putt bei den Jungen fiel auf dem Faldo Course erst um 22:07 Uhr.

Doch genau unter diesen schwierigen Umständen zeigten die bayerischen Nachwuchsteams ihre Qualität: Am Ende standen Gold für die Jungen und Bronze für die Mädchen.

Vier Jahre Anlauf – Bayerns Jungen belohnen sich mit dem Titel

Für Fabian Buhl, Felix Dietz, Moritz Dietz, Timo Issler, Ben Nelitz, Ben Rehn, Sebastian Volk und Lennox Wex wurde der Jugendländerpokal 2026 zum großen Triumph.

Der Titel hatte dabei eine besondere Bedeutung: Bereits vier Jahre in Folge hatte Bayern die Zählspielqualifikation für sich entschieden. Doch im anschließenden Matchplay fehlte zuletzt immer wieder der entscheidende Schritt zum Pokal. In Bad Saarow änderte sich das.

Nach der erneut starken Qualifikation gingen die Bayern als Nummer eins in die Lochwettspiele. Dort zeigte das Team, was den Jugendländerpokal ausmacht: Nicht mehr die Gesamtschläge entschieden, sondern direkte Duelle, Momentum und Nervenstärke.

Nach Siegen gegen Nordrhein-Westfalen im Viertelfinale und Baden-Württemberg im Halbfinale wartete im Endspiel Berlin-Brandenburg. Auch dort präsentierte sich Bayern geschlossen und bestimmte über weite Strecken das Geschehen. Nachdem der Gesamtsieg feststand, wurden die noch laufenden Partien im Sinne des Fairplays und der sportlichen Wertschätzung abgegeben. Am Ende durfte das Team den verdienten Titelgewinn feiern.

„Gerade bei den Jungs war es schön zu sehen, dass sich die kontinuierliche Arbeit endlich ausgezahlt hat. Nach vier Jahren, in denen wir immer die Zählspielqualifikation gewonnen haben, konnten wir uns jetzt auch im Matchplay belohnen“, sagte BGV-Landestrainer Igor Arendt.

Bayerns Mädchen wachsen zusammen und holen Bronze

Auch Christina Archontoglou, Cosima Feßmann, Lucia Fohrmann, Anna Ghiassian, Philippa El Husseini, Laura Schedel, Cosima Stark und Anna Weicker sorgten für ein erfolgreiches bayerisches Wochenende.

Die Mädchen gingen mit einer jungen Mannschaft in das Turnier. Gleich fünf Spielerinnen erlebten ihren ersten Jugendländerpokal – eine neue Situation bei einem Wettbewerb, der im Verband einen besonderen Stellenwert besitzt.

Zu Beginn musste sich das Team noch finden, doch mit jeder Runde wurden die Spielerinnen freier.

In einer starken Gruppe mit dem späteren Sieger Baden-Württemberg und Hessen bewegten sich die Bayerinnen auf hohem Niveau. Gerade am zweiten Tag zeigte die Mannschaft eine starke Leistung, auch wenn sich diese nicht immer vollständig in den Ergebnissen widerspiegelte.

Im Spiel um Bronze gegen Berlin-Brandenburg zeigte Bayern noch einmal seine Stärke im Lochspiel. Die Mannschaft brachte die entscheidenden Punkte frühzeitig auf die Habenseite und sicherte sich damit den Platz auf dem Podium.

Dass beim Jugendländerpokal der Mannschaftserfolg über allem steht, zeigte auch das Match von Cosima Feßmann. Nach 15 gespielten Löchern war Bronze für Bayern bereits gesichert. Obwohl Feßmann in einem intensiven Duell war, ihren Rhythmus gefunden hatte und ihr Match sportlich gerne zu Ende gespielt hätte, wurde die Partie im Sinne des Fairplays geteilt – eine im Lochspiel übliche Geste, sobald die Teamentscheidung gefallen ist.

Genau diese Momente zeigen den besonderen Charakter des Wettbewerbs: Jeder kämpft für seinen Punkt, aber am Ende steht immer das Team im Mittelpunkt.

Ein Länderpokal als mentale Prüfung

Die Ausgabe 2026 verlangte allen Teams außergewöhnlich viel ab. Gewitterunterbrechungen an allen drei Tagen sorgten immer wieder dafür, dass die Spielerinnen und Spieler ihren Rhythmus neu finden mussten.

Warten, erneutes Aufwärmen und anschließend unter Druck sofort wieder Leistung bringen – der Wettbewerb wurde zu einer mentalen Herausforderung.

Besonders deutlich wurde das am zweiten Wettkampftag: Durch die Verzögerungen gingen einige Matches bis tief in die Dämmerung. Bei den Mädchen mussten Fahnenpositionen auf den Grüns sogar mit Taschenlampen sichtbar gemacht werden.

Team Bayern überzeugt geschlossen

Umso höher ist die Leistung der bayerischen Teams einzuordnen. Trotz schwieriger Bedingungen präsentierte sich der gesamte Kader geschlossen, fokussiert und sehr mit dem Herz beim Bayerischen Verband.

Die Spielerinnen und Spieler nahmen ihre Rollen an, unterstützten sich gegenseitig und stellten den gemeinsamen Erfolg in den Mittelpunkt.

Gold bei den Jungen, Bronze bei den Mädchen – der Jugendländerpokal 2026 zeigte eindrucksvoll: Bayerns Nachwuchs gehört weiterhin zur Spitze im deutschen Golfsport.

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