Annabelle Sapper vom Münchener GC und Maria Anetseder vom GC Starnberg sind Mannschafts-Europameisterinnen der AK 25. Unter Kapitänin Rachel de Heuvel vom GC Olching gewann Deutschland das Finale gegen Spanien mit 3:2.
Drei bayerische Clubs sind im deutschen Europameisterteam vertreten: Gemeinsam mit Vivienne Bühle und Alena Oppenheimer vom Stuttgarter GC Solitude feierten Sapper, Anetseder und de Heuvel den Titelgewinn. Für den bayerischen Vierer verlief das Finale allerdings bitter: Sapper und Anetseder unterlagen Macarena Campomanes und Lorena Lueje erst am 18. Loch mit einem Loch Rückstand. De Heuvel berichtete gegenüber golf.de von ungenutzten Puttchancen und etwas Pech auf den Grüns.
Die Europameisterschaft vom 9. bis 12. September im österreichischen GC Föhrenwald begann mit zwei Zählspieltagen, bevor die Entscheidungen im Lochspiel fielen. Nach dem Auftakt lag Deutschland lediglich auf Rang sieben, sechs Schläge hinter den Halbfinalplätzen. Dann gelang die Wende: Mit der um acht Schläge besten Tagesleistung des Feldes rückte das Team auf Platz zwei vor. Irland gewann die Qualifikation mit zwei unter Par und elf Schlägen Vorsprung auf Deutschland.
Im Halbfinale setzte sich die deutsche Mannschaft mit 3:2 gegen Titelverteidiger Frankreich durch. Damit gelang die Revanche für das verlorene Vorjahresfinale. Spanien bezwang parallel die favorisierten Irinnen ebenfalls mit 3:2.
Bühle und Oppenheimer gewannen ihren Vierer gegen Irene Rollan und Ane Urchegui mit 2&1. Nach der knappen Niederlage von Sapper und Anetseder stand es damit 1:1. Sapper verlor ihr anschließendes Einzel gegen Urchegui mit 4&3.
Die Entscheidung brachten Oppenheimer und Bühle: Oppenheimer gewann ihr Einzel deutlich mit 8&6, Bühle sicherte am 16. Grün mit 3&2 den entscheidenden Punkt zum ersten deutschen Titel in diesem Wettbewerb. Bronze ging an Frankreich vor Irland.
„Ich bin unfassbar stolz auf die Mädels, wie sie das Ding runtergerockt haben“, sagte de Heuvel gegenüber golf.de. Besonders würdigte sie Bühles souveräne Auftritte: Die Stuttgarterin holte sämtliche möglichen Lochspielpunkte. Nach dem Goldgewinn richtet sich der Blick auf 2027. In Ungarn will Deutschland erneut antreten und den Titel verteidigen.