Text: Tobias Hennecke Bilder: Philipp Eibl

Ein Ass, ein Gewitter und zwei souveräne Sieger

Zwei Tage, 18 Löcher, am Ende ein Schlag, der heraussticht. Matthias Nath spielte am Sonntag eine 68 – vier unter Par, die mit Abstand beste Einzelrunde des gesamten Turniers. Aus seiner 73er Runde zum Auftakt wurde so ein souveräner Vorsprung. 141 Schläge, der bayerische Meistertitel der AK 50.

Dabei hatte das Herrenfeld zunächst einen anderen Spitzenreiter. Christian-Nikolaus Kasper (Jura Golf Hilzhofen) führte nach der ersten Runde mit einer 71. Am zweiten Tag kam die 82 – Rang neun.

Hinter Nath sicherte sich Maximilian Rehm jun. aus dem GC Feldafing, der gerade noch Deutscher Meister seiner Altersklasse geworden war, mit 148 Schlägen Silber, Bronze ging an Andreas Miller (GC am Reichswald, 151), der nach geteiltem Rang zwei am ersten Tag eine Position abgeben musste. Bester Höslwanger: Florian Pusch. Platz vier, 152 Schläge – das Podium nur um einen Schlag und eine Platzierung verpasst.

Die Bayerischen Meister der AK 50 bei den Herren (v.l.n.r.): Andreas Miller (GC am Reichswald, Bronze), Bayerischer Meister Matthias Nath (GC München Valley, Gold) und Maximilian Rehm jun. (GC Feldafing, Silber).
Die Bayerischen Meisterinnen der AK 50 bei den Damen (v.l.n.r.): Dr. Renate van Kaldenkerken-Kuligk (GC Chieming, Silber), Bayerische Meisterin Dr. Tanja Morant (Münchener GC, Gold) und Karen Ganz (GC Schloss Maxlrain, Bronze).

Bei den Damen lieferte Tanja Morant (Münchener GC) die konstanteste Leistung des Wochenendes: 80, dann 81. 161 Schläge, der Titel, sieben Schläge Vorsprung. Souveräner geht es kaum.

Dahinter die Geschichte des zweiten Tages: Renate van Kaldenkerken-Kuligk (GC Chieming) lag nach Runde eins mit einer 88 noch auf Rang acht. Eine 81 am Sonntag – die beste Damenrunde des Tages – katapultierte sie auf Silber. 169 Schläge.

Um Bronze entschied ein einziger Schlag, genauer: das Stechen. Karen Ganz (GC Schloss Maxlrain) und Daniela Kagerbauer (Deggendorfer GC) kamen beide auf 170. Ganz hatte das bessere Ende für sich. Kagerbauer aber bleibt der spektakulärste Moment des Wochenendes: An der 102 Meter langen Bahn 7, einem Par 3, gelang ihr am ersten Tag ein Hole-in-One.

Stark auch die Gastgeberinnen aus Höslwang. Kerstin Müller-Schwach spielte sich mit einer 81er-Schlussrunde von Rang zwölf auf Platz fünf, gleichauf mit Christel Forster (beide 173). Sabine Schultz wurde Zehnte.

Dann war da noch der Himmel. Gegen 16:45 Uhr zog am ersten Tag ein Gewitter auf, das Spiel ruhte fast zwei Stunden. Erst am Abend war Runde eins im Kasten. Ein Ass, ein Gewitter, eine 68 – Höslwang lieferte ein Wochenende mit Geschichten.

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