Bilder: Tobias Hennecke

Berlin ruft: Grünwald holt den Bayerntitel in der Holledau

65 Schülerinnen und Schüler, 15 Mannschaften und ein gemeinsames Ziel: Beim Landesfinale der BGV Schul-Mannschaftsmeisterschaften wurde nicht nur um Pokale gespielt. Für die Teams ging es darum, ihre Schule zu vertreten, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und sich als Mannschaft gegen die besten Schulmannschaften Bayerns zu behaupten. Den größten Jubel gab es beim Gymnasium Grünwald: Das Team gewann den Bayerntitel und darf zum Bundesfinale nach Berlin reisen.

Wenn aus Einzelspielern ein Schulteam wird

Normalerweise treten Nachwuchsgolferinnen und Nachwuchsgolfer für ihre Heimatclubs an. Beim Landesfinale der Schul-Mannschaftsmeisterschaften am 28. Juli im Golf- und Landclub Holledau war das anders: Auf den Poloshirts, Taschen und Ergebnislisten standen nicht die Clubs, sondern die Schulen.

Genau das macht den Wettbewerb im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ besonders. Bis zu fünf Schülerinnen und Schüler bilden eine Mannschaft, die drei besten Einzelergebnisse fließen in das Teamergebnis ein. Entscheidend ist damit nicht allein die Leistung eines Einzelnen. Gewonnen wird gemeinsam.

Nach den vorausgegangenen Bezirksfinals trafen in der Holledau die jeweils besten Mannschaften aus den bayerischen Regierungsbezirken aufeinander. Gespielt wurde in den Wettkampfklassen II und III sowie in einem Golf-Contest für Kinder und Jugendliche, die noch am Anfang ihrer golferischen Entwicklung stehen.

Grünwald gewinnt das Ticket nach Berlin

Die wichtigste Entscheidung des Tages fiel in der Wettkampfklasse III. Denn nur dort ging es neben dem Bayerischen Meistertitel auch um die Qualifikation für das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“.

Den Sieg sicherte sich das Gymnasium Grünwald mit Luisa Schlattmann, Ferdinand von Baum, Emilia Emmerich, Elouise Pirker und Louis Köhle. Das Team setzte sich vor dem Nymphenburger Gymnasium München und dem Gymnasium Pegnitz durch. Damit darf Grünwald Bayern vom 15. bis 19. September beim Bundesfinale in Berlin vertreten.

Ebenfalls im Landesfinale der WK III dabei waren das Gymnasium bei St. Anna Augsburg sowie das Maristengymnasium Fürstenzell. Insgesamt standen damit fünf Schulen aus unterschiedlichen Teilen Bayerns im Wettbewerb um das Berlin-Ticket.

Starnberg setzt sich in der WK II durch

In der Wettkampfklasse II jubelte das Gymnasium Starnberg. Lucia Fohrmann, Valentina Klöppel, Niklas Dehler, Annika Lütkehaus und Timo Schmitt sicherten ihrer Schule den ersten Platz.

Rang zwei ging an das Gabelsberger-Gymnasium Mainburg, Platz drei an das Dag-Hammarskjöld-Gymnasium Würzburg. Außerdem hatten sich die Privaten Schulen Pindl Regensburg, das Gymnasium Pegnitz, das Gymnasium bei St. Anna Augsburg und das Hardenberg-Gymnasium Fürth für das Landesfinale qualifiziert.

Damit kamen allein in der WK II sieben Schulmannschaften zusammen. Die Bandbreite reichte von erfahrenen Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspielern mit bereits sehr niedrigem Handicap bis zu Kindern, die ihre ersten größeren Turniererfahrungen sammelten.

Schäftlarn gewinnt den Golf-Contest

Dass Schulgolf nicht erst auf dem 18-Loch-Platz beginnt, zeigte der Golf-Contest. Hier waren unterschiedliche Fähigkeiten gefragt: ein Abschlag mit dem Eisen 7, Annäherungen mit dem Pitching Wedge und ein Putt-Wettbewerb über neun Löcher. Damit bietet der Contest auch Schülerinnen und Schülern ohne große Turniererfahrung einen Einstieg in den Mannschaftswettbewerb.

Den Sieg holte das Gymnasium der Benediktiner Schäftlarn mit Valentina Zippel, Lenn Astor, Tassilo von Jacobs, Pascal Luciani und Jakob Thasler.

Das Gabelsberger-Gymnasium Mainburg belegte Rang zwei. Für Mainburg spielten Miriam Stadler, Milo Mikic, Kilian Diepold, Xaver Römer und Anela Lladrovci. Platz drei ging an die Staatliche Naabtal-Realschule Nabburg mit Max Haseneder, Leonhard Lottner, Jakob Hartinger, Jonathan Liebl und Willi Schießl.

Mehr als ein klassisches Golfturnier

Das Landesfinale zeigte, worum es bei den BGV Schul-Mannschaftsmeisterschaften geht: Kinder und Jugendliche treten nicht nur für sich selbst an. Sie spielen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, für ihre Lehrkräfte und für ihre Schule.

Dabei stehen ambitionierte Nachwuchsgolfer neben Schülerinnen und Schülern, die noch am Anfang ihrer sportlichen Entwicklung stehen. Einige kämpfen um das Ticket nach Berlin, andere erleben erstmals, wie es sich anfühlt, Teil einer Mannschaft bei einem bayernweiten Finale zu sein.

Am Ende gab es drei Sieger: das Gymnasium Grünwald in der WK III, das Gymnasium Starnberg in der WK II und das Gymnasium der Benediktiner Schäftlarn im Contest. Vor allem aber gab es 15 Schulmannschaften, die gezeigt haben, wie vielseitig, gemeinschaftlich und leistungsstark Schulgolf in Bayern sein kann.

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