Die BMW International Open sind für die deutschen Golffans jedes Jahr ein Höhepunkt im Turnierkalender. Für einige bayerische Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler wurde die Turnierwoche im Golfclub München Eichenried schon vor dem ersten offiziellen Turnierschlag zu einem besonderen Erlebnis.
Am Dienstag stand zunächst das BMW International Open NextGen Turnier auf dem Programm. Dabei trafen bayerische Talente auf zwei Junioren aus China, die sich über eine Jugend-Amateurserie von BMW in China für dieses besondere Event qualifiziert hatten. Schon am Montagabend wurden die Teams im Rahmen einer Auslosung mit Bernd Wiesberger zusammengestellt.
Gespielt wurde im Scramble-Format. Team A startete um 8.40 Uhr mit Bernd Wiesberger sowie Yi Han Xu, Sebastian Volk vom GC Am Hausberg und Valentina Klöppel vom Münchener GC. Zehn Minuten später folgte Team B mit Carlos Ortiz, Qi Kai Wang, Philippa El Husseini (GC Augsburg) und Constantin Fritz (GC München Eichenried).
Das Besondere: Wiesberger und Ortiz begleiteten die Jugendlichen nicht nur über neun Löcher, sondern spielten aktiv mit. Für die Nachwuchsgolferinnen und Nachwuchsgolfer bot sich damit die seltene Gelegenheit, Profis aus nächster Nähe zu erleben – bei der Schlagvorbereitung, im Course Management und im direkten Austausch auf dem Platz.
Sportlich mussten sich die Jugendlichen dabei keineswegs verstecken. Im Gegenteil: Über neun Löcher gelang es ihnen sogar, die Profis im Scramble zu schlagen. Team A kam mit zehn unter Par ins Clubhaus, Team B spielte starke zwölf unter Par. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine unterschriebene Flagge als Erinnerung an einen außergewöhnlichen Tag.
Nur einen Tag später folgte für die amtierenden Bayerischen Meisterinnen und Meister das nächste Highlight. Wie in den vergangenen Jahren ermöglichte BMW den Titelträgerinnen und Titelträgern des Bayerischen Golfverbands die Teilnahme am Pro-Am der BMW International Open – eine besondere Wertschätzung für starke sportliche Leistungen im Nachwuchsbereich.
Auch wenn das Pro-Am aufgrund des starken Regens auf neun Löcher verkürzt werden musste, wurde der Tag für die bayerischen Athletinnen und Athleten zu einem echten Erlebnis. Bei den Mädchen waren Anna Weicker, Cosima Feßmann und Christina Archontoglou mit dabei. Sie durften gemeinsam mit Patrick Reed auf die Runde gehen. Der Masters-Sieger zeigte sich mehrfach begeistert von der starken Leistung der jungen Bayerinnen.
Auch die Jungen erhielten wertvolle Einblicke in den Profialltag. Raphael Luca Kolbe, Lennox David Wex und Felix Dietz spielten gemeinsam mit dem Engländer Callum Hill. Der Flight entwickelte sich zu einer besonderen Lernrunde. Raphael zeigte sich vor allem davon beeindruckt, dass Hill mit einem Mini-Driver spielt, um bewusst Länge herauszunehmen und Gefahren besser aus dem Spiel zu halten, außerdem nahm er hilfreiche Tipps für Chips aus dem hohen Rough mit.
Das Ergebnis rückte dabei bewusst in den Hintergrund. In der Nettowertung bei solchen Events haben Athletinnen und Athleten mit starken Handicaps traditionell kaum eine realistische Chance auf vordere Platzierungen. Viel wichtiger war der sportliche Mehrwert: einmal Seite an Seite mit internationalen Tourspielern zu spielen, Fragen zu stellen, Routinen zu beobachten und Erfahrungen mitzunehmen, die im normalen Turnieralltag kaum möglich sind und für die Zukunft zu lernen.
Der Bayerische Golfverband bedankt sich bei BMW für die Möglichkeit, den amtierenden Bayerischen Meisterinnen und Meistern auch in diesem Jahr dieses besondere Erlebnis im Rahmen der BMW International Open zu ermöglichen. Die beiden Tage in Eichenried haben eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll solche Formate für junge Talente sind: Sie verbinden Leistungssport, internationale Begegnung und echte Nähe zum Profigolf.