Drei Tage, drei Austragungsorte und Spitzengolf auf konstant hohem Niveau: Am bayerischen Pfingstwochenende 2026 präsentierte sich der Nachwuchs des Freistaats bei den Bayerischen Meisterschaften in starker Form. Auf den Anlagen in Pottenstein, Oberfranken und am Reichswald kämpften die besten Jugendspielerinnen und -spieler Bayerns bei frühsommerlichen Temperaturen und hervorragenden Platzbedingungen um die Titel in den Altersklassen AK 14, 16 und 18.
Gespielt wurden in allen Konkurrenzen jeweils drei Runden Zählspiel – nicht nur, um die Besten über mehrere Tage herauszufordern, sondern auch, weil die Meisterschaften dadurch für das World Amateur Golf Ranking (WAGR) gewertet werden konnten. Zusätzlich erhielten alle Bayerischen Meisterinnen und Meister einen ganz besonderen Bonus: einen Startplatz beim ProAm der BMW International Open – und damit die seltene Chance, sich gemeinsam mit internationalen Top-Profis auf großer Bühne zu präsentieren.
Besonders der Golfclub am Reichswald entwickelte sich am Meisterschaftswochenende zum Zentrum des Erfolgs. Gleich mehrere Titel blieben auf heimischem Boden – angeführt von Christina Archontoglou in der AK 14 und Cosima Feßmann in der AK 16.
Archontoglou spielte sich mit Runden von 77, 73 und 72 Schlägen souverän an die Spitze und gewann mit insgesamt 222 Schlägen vor Philippa El Husseini vom GC Augsburg. Hinter ihr komplettierte ihre Schwester Elena Archontoglou den starken Auftritt des Gastgebers mit Rang drei.
Noch enger verlief die Entscheidung in der AK 16 der Mädchen. Cosima Feßmann sicherte sich den Titel erst am Finaltag mit einer starken 74er-Runde und insgesamt 237 Schlägen. Valentina Klöppel vom Münchener GC und Tilly Aspinall vom GC Straubing folgten mit nur einem Schlag Rückstand.
In der AK 18 der Mädchen setzte Anna Weicker vom GC Augsburg das nächste Ausrufezeichen. Die Augsburgerin legte bereits mit einer 73er-Auftaktrunde den Grundstein für ihren Titelgewinn und brachte ihren Vorsprung mit Runden von 76 und 77 Schlägen souverän ins Ziel.
Mit insgesamt 226 Schlägen gewann Weicker vor Elisabeth Giehl vom Münchener GC und Laura Schedel vom GC Schloss Guttenburg.
Nach ihrem Erfolg richtete die Augsburgerin den Blick bereits auf die nächsten Highlights. Besonders freue sie sich auf ihre erneute Teilnahme beim BMW International Open ProAm.
Auch bei den Jungen wurde auf höchstem Niveau gespielt – vor allem in den Altersklassen AK 16 und AK 18 entwickelte sich im GC Oberfranken ein enges Rennen um die Titel.
In der AK 16 lieferten sich Lennox David Wex vom GC am Reichswald und Timo Issler vom Münchener GC ein packendes Duell bis zum letzten Loch. Beide Spieler beendeten das Turnier mit 222 Schlägen. Wex sicherte sich den Titel dank der besseren Schlussrunde beziehungsweise im Stechen. Fabian Buhl vom GP Aschheim komplettierte mit nur einem Schlag Rückstand das Podium.
Für den spektakulärsten Schlusspunkt des Wochenendes sorgte Tim Moculescu vom GC München-Riedhof. Mit einer herausragenden 67 am Finaltag spielte er die niedrigste Runde des gesamten Wochenendes und arbeitete sich noch bis auf Rang vier nach vorne.
In der AK 18 zeigte Raphael Luca Kolbe vom GC am Reichswald die konstanteste Leistung des Feldes. Mit Runden von 75, 73 und 72 Schlägen setzte sich der Spieler des Gastgebers mit insgesamt 220 Schlägen durch und blieb über alle drei Tage auf Spitzenniveau.
Sebastian Volk vom GC Habsberg und Constantin Scheller vom Münchener GC folgten mit jeweils 226 Schlägen auf den weiteren Podestplätzen.
Auch im GC Pottenstein-Weidenloh wurde bis zum Schluss um jeden Schlag gekämpft. In der AK 14 der Jungen sicherte sich Felix Dietz vom Golf Resort Bad Griesbach den Titel mit insgesamt 221 Schlägen.
Entscheidend war dabei vor allem seine starke zweite Runde mit 70 Schlägen – die beste Runde des Wettbewerbs. Victor Larens vom Münchener GC belegte Rang zwei, Gastgeber Paul Trost vom GC Pottenstein-Weidenloh durfte sich vor heimischem Publikum über Platz drei freuen.
weitere Bilder von der AK 14 Meisterschaft folgen noch
Drei Standorte, volle Leaderboards und Entscheidungen bis in die Schlusslöcher: Die Bayerischen Meisterschaften 2026 haben gezeigt, wie viel Qualität aktuell im bayerischen Nachwuchsgolf steckt. Viele Spielerinnen und Spieler lieferten über drei Tage konstant starke Leistungen ab – unter Druck, bei sommerlichen Bedingungen und auf anspruchsvoll vorbereiteten Plätzen.
Dazu kam ein zusätzlicher Anreiz: Durch das WAGR-Ranking ging es nicht nur um Medaillen, sondern auch um wichtige internationale Punkte. Und mit dem Startplatz beim ProAm der BMW International Open wartet auf die neuen Bayerischen Meister bereits das nächste Highlight – mitten rein in die Welt des Profigolfs.